Larrikins – Am Ende war der Mensch CD – Digipack

15,00 

„Hier gibt es keine Farben, denn das hier ist kunterbunt“ tönt es im Opener „Nummer Drei“ – das fanal für die folgende knappe Stunde Kraft und Schwäche, Gefühl und Härte. Mensch sein, Mensch werden, Menschen verbinden: Musik ist die universelle Sprache der LARRIKINS und was die Texte schon erzählen, treiben Riffs und Härte, Melodien und Hymnen direkt ins Herz und in die Beine. Und vielleicht wird „Am Ende war der Mensch“ tatsächlich der erste Quantensprung in der bisher so linearen Bandgeschichte.

„Wir sind kleine Lichter, nur zusammen sind wir hell“ heißt es in „Kleine Lichter“ – es wird immer wahrscheinlicher, dass die LARRIKINS in naher Zukunft luxstark scheinen!

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Beschreibung

Die Larrikins sind zurück! Moment mal: Larriwer? Larrikins! Okay, zugegeben, mir war der Bandname absolut kein Begriff. Die Ursache dafür war schnell gefunden: Die ersten beiden Platten erschienen in Eigenregie und da die Jungs in dem Örtchen Goldberg (in Mecklenburg-Vorpommern) beheimatet sind, sich dort erst regional eine Fanbase erspielt haben und nun mit ihrem dritten und neuen Album „Am Ende War Der Mensch“, mit einem Label im Rücken, überregional auf sich aufmerksam machen, komme auch ich nun in den Genuss der Larrikins.

Für alle Nichtwissenden (zu denen ich auch zählte): „Larrikin“ ist ein australischer Straßenslang für einen jungen Rowdy. Wer nun befürchtet, dass es sich hier um eine Gruppe handelt, vor allem in Verbindung mit der Angabe des Genres, die billigen, anspruchlosen (Deutsch)-Punk spielt, die aber bei den Teenies „voll geil“ ist, gehypt wird bis zum Gehtnichtmehr und nur gehört wird, weil man sich damit cool und überlegen fühlt, da man eine Band hört, die andere nicht kennen (es braucht keiner zu leugnen, wir waren alle mal jung und haben das getan…), dem kann ich getrost Entwarnung geben! Das Gegenteil ist der Fall!

Ich war sehr positiv überrascht, welch ein Niveau dieses Album hat. Anspruchsvolle Texte, gute Songs, Abwechslungsreichtum und enorme Spielfreude! Die Jungs haben ihre Wurzeln ganz klar im Punk, aber sie würzen ihren Sound mit Hard Rock Elementen, Ska und einer kleinen Prise Metal. Schmackhaft!

Der Opener `Nummer 3` (wer jetzt gut aufgepasst hat, weiß worauf sich die „3“ bezieht) folgt einer „Wir-Sind-Zurück-Und-Reißen-Dir-Nun-Arsch-Auf“-Attitüde, mit `Die Schuld Daran` folgt der normale Rocker, ehe mit `Wären Alle Menschen Glücklich` (melodischer Brecher!), `Alles Auf Anfang` (mitreisender Hit!) und `Scheiße (War Schon Immer Braun)` (der Titel erklärt alles) die ersten Highlights kommen. `Wer Weiß Noch` ist eine verdammt coole und lockere Nummer, mit `Zeit` haben wir einen reifen Track, der vom Aufbau her an `Pushed Again` von den Toten Hosen erinnert, `Glashaus` verschafft einem mit seinen ruhigeren Momenten noch mal Luft zum Atmen ehe das fette Metal-Riff in `Wut` zum Headbangen animiert. `Rampenlicht` verneigt sich mit seinem `Let There Be Rock´-Gedächtnisriff vor AC/DC, `So Wie Früher` hat mit seinem Herz-Schmerz-Thema auch weibliche Vocals mit an Bord und das hoffnungsvolle ´Aufs Leben` unterstreicht das „Wir sind alle kleine Lichter – nur zusammen sind wir hell“- Motto.

Auch wenn es vielleicht noch nicht zum Durchbruch reicht, haben die Larrikins mit „Am Ende War Der Mensch“ die Weichen gestellt und befinden sich auf dem Weg in die richtige Richtung. Wer gerne Bands wie Dritte Wahl, Betontod oder Broilers hört, sollte hier mal unbedingt reinhören.

(Quelle: http://www.be-subjective.de/cd-dvd-reviews/larrikins-am-ende-war-der-mensch-2016/)

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